Rennen um CDU-Vorsitz: Kramp-Karrenbauer will Frauen stärken

CDU-Generalsekretärin: "Ohne Frauen ist keine Volkspartei zu machen". Auch ihre Rivalen Jens Spahn und Friedrich Merz setzen auf einen betonten Pro-Frauen-Kurs.

Annegret Kramp-Karrenbauer will an die CDU-Spitze
Annegret Kramp-Karrenbauer will an die CDU-Spitze
Annegret Kramp-Karrenbauer will an die CDU-Spitze – imago/Markus Heine

CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer will auch im Fall ihrer Wahl zur Parteivorsitzenden als Nachfolgerin von Angela Merkel die Rolle der Frauen in der Partei stärken. "Es bedarf einer größeren Repräsentanz der Frauen in der Partei", sagte sie am Freitag beim ersten direkten Zusammentreffen der drei prominenten Kandidaten für die Nachfolge von Merkel.

Ein Frauenanteil von 26 Prozent in der Partei sei zu gering: "Ohne Frauen ist keine Volkspartei zu machen", sagte die frühere Regierungschefin des Saarlandes (2011 bis Februar 2018) bei einer Veranstaltung der "Frauen-Union" in Berlin. Kramp-Karrenbauer (56), Ex-Fraktionschef Friedrich Merz (62) und Gesundheitsminister Jens Spahn (38) wollen sich beim Parteitag im Dezember zur Wahl stellen.

Spahn verwies darauf, dass das Gesundheitssystem in Deutschland im Wesentlichen von Millionen Frauen getragen werde. Zusammen mit den Frauen müsse es nach erfolgreichen Jahren unter Merkel nun einen Neustart geben. Merz, der vor allem Sympathien im Wirtschaftsflügel der Partei hat, betonte: "Ich bin auch immer ein engagierter Familienpolitiker gewesen." Bei der Vereinbarung von Familie und Beruf habe es für Frauen Fortschritte gegeben. "Natürlich ist die Situation, die wir heute haben, noch nicht zufriedenstellend."

Merz, Kramp-Karrenbauer, Spahn (v. li.)
Merz, Kramp-Karrenbauer, Spahn (v. li.)
Merz, Kramp-Karrenbauer, Spahn (v. li.) – APA/AFP/JOHN MACDOUGALL

Er wolle aber mit der Frauen-Union nicht nur über Frauen sprechen, sondern auch über internationale und nationale Herausforderungen. Sein Ziel sei es, die CDU als Volkspartei zu erhalten. Sie müsse zur politischen Mitte hin "integrieren". Das Ausfransen an den Rändern sei bedenklich. "Ich finde, wir müssen darüber diskutieren, wie wir diesen Trend zurückdrehen."

(Reuters)

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