Roj-Camp: Im Lager der unerwünschten IS-Frauen

Eine 19-jährige Wienerin ist 2015 nach Syrien zum IS gegangen. „Ich wollte einfach zu meinem Ehemann“, sagt sie, als wäre es das normalste der Welt, sich aus Liebe der Terrormiliz anzuschließen.

Themenbild: Campleben in Syrien
Themenbild: Campleben in Syrien
Themenbild: Campleben in Syrien – Reuters (Khalil Ashawi)

Nordsyrien. Barbara ist noch immer von Kopf bis Fuß in Schwarz gekleidet, so wie man das von Frauen des „Islamischen Staats“ (IS) kennt. Nur der sonst vorgeschriebene Gesichtsschleier fehlt. Wie eine fanatische Überzeugungstäterin sieht die 19-jährige Österreicherin allerdings nicht aus. Mit ihren großen Augen, der Gesichtshaut einer Pubertierenden und einem fast spitzbübischen Lächeln, wirkt sie wie ein lebenslustiges, junges Mädchen. Aber natürlich kann sie nicht von der Disco oder ihrer Lieblingsfernsehserie erzählen. Denn Barbara ist 2015 nach Syrien zum IS gegangen. „Ich wollte einfach zu meinem Ehemann“, sagte sie, als wäre es das normalste der Welt, sich aus Liebe der Terrormiliz anzuschließen. „Er hat mich zwar gewarnt, dass es sehr gefährlich sei, aber ich konnte nicht anders. Ich mag ihn eben sehr.“

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 11.11.2018)

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