UN-Menschenrechtschefin will internationale Untersuchung zu Khashoggi

Eine internationale Kommission zur Klärung des Falls des ermordeten saudischen Journalisten Jamal Khashoggi sei nötig, sagt die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Michelle Bachelet. Doch das Mandat dazu fehle.

UN-Hochkommissarin Michelle Bachelet bei einer Pressekonferenz in Genf
UN-Hochkommissarin Michelle Bachelet bei einer Pressekonferenz in Genf
UN-Hochkommissarin Michelle Bachelet bei einer Pressekonferenz in Genf – REUTERS/Denis Balibouse

Die Umstände der Ermordung des saudischen Journalisten Jamal Khashoggi müssen nach Überzeugung der UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Michelle Bachelet, von einer internationalen Kommission untersucht werden. "Wir haben kein Mandat für kriminelle Ermittlungen", sagte Bachelet am Mittwoch in Genf.

Aber mehrere unabhängige Menschenrechtsberichterstatter hätten bereits eine internationale Untersuchung gefordert. "Ich glaube, das ist wirklich nötig, um herauszufinden, was wirklich passiert ist und wer für die schreckliche Tötung verantwortlich ist." Eine solche Untersuchung müssten UN-Mitgliedsländer einfordern.

Der regimekritische Journalist Khashoggi war Anfang Oktober im saudischen Konsulat in Istanbul getötet worden. Die türkischen Behörden machen ein aus Saudi-Arabien angereistes Mordkommando dafür verantwortlich. Anders als US-Präsident Donald Trump zeigten sich US-Senatoren nach einem CIA-Briefing am Dienstag überzeugt, dass der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman daran beteiligt war.

(APA/dpa)

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