Nato zeigt Muskeln: 51.000 Soldaten übten bei Manöver

Das westliche Militärbündnis zieht Bilanz über das größte Manöver seit Ende des Kalten Krieges in Norwegen. Die Nato will damit ein Signal der Abschreckung an Russland schicken.

Das norwegische Torpedoboot KNM Skudd, gesehen von Bord der USS Mount Whitney
Das norwegische Torpedoboot KNM Skudd, gesehen von Bord der USS Mount Whitney
Das norwegische Torpedoboot KNM Skudd, gesehen von Bord der USS Mount Whitney – APA/AFP/JONATHAN NACKSTRAND

Am größten Nato-Manöver seit Ende des Kalten Krieges waren nach einer Abschlussbilanz des Militärbündnisses 51.161 Soldaten beteiligt. Hinzu kamen 7.279 Fahrzeuge, 274 Hubschrauber und Flugzeuge sowie 61 Schiffe und U-Boote, wie aus einem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Dokument hervorgeht. Noch im Mai hatte die Nato mit einer Teilnehmerzahl von rund 40.000 Soldaten gerechnet.

Die zweiwöchige Feldphase der hauptsächlich in Norwegen ausgerichteten Übung "Trident Juncture" war am 7. November zu Ende gegangen. Deutschland war der Abschlussbilanz zufolge mit 7956 Soldaten zweitgrößter Truppensteller hinter den USA. Diese meldeten abschließend eine Beteiligung von 18.000 Soldaten, die zum großen Teil aber nur auf Kriegsschiffen wie dem Flugzeugträger "Harry S. Truman" im Einsatz waren. Das kleinste Truppenkontingent stellte das kleine Nato-Land Island. Es war lediglich mit drei Einsatzkräften dabei.

Ziel des Manövers war es, ein Signal der Abschreckung an Russland zu senden und für den sogenannten Bündnisfall zu trainieren. Dieser könnte ausgerufen werden, sollten einer oder mehrere der 29 Mitgliedstaaten von einem Gegner angegriffen werden. In der Folge müssten dann die anderen Alliierten Beistand leisten.

 

(APA/DPA)

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