Ukraine gründet eigene orthodoxe Nationalkirche

Zum Oberhaupt der neuen Kirche wählte die Versammlung den Metropoliten Epifani von Perejaslawl. "Heute ist der Tag der endgültigen Erlangung der Unabhängigkeit von Russland", betonte der 53-Jährige.

In der Ukraine ist am Samstag eine eigene orthodoxe Nationalkirche gegründet worden. Bei einer Synode in Kiew stimmten die Bischöfe von zwei orthodoxen Kirchen für eine Vereinigung. Die moskautreue orthodoxe Kirche in der Ukraine boykottierte die Versammlung weitgehend. Von ihr nahmen nur zwei Bischöfe teil.

Zum Oberhaupt der neuen Kirche wählte die Versammlung den Metropoliten Epifani von Perejaslawl, der vom ukrainischen Staatspräsidenten Petro Poroschenko persönlich vorgestellt wurde. "Heute ist der Tag der endgültigen Erlangung der Unabhängigkeit von Russland", betonte der 53-Jährige.

Das Ehrenoberhaupt der Weltorthodoxie, der Ökumenische Patriarch Bartholomaios von Konstantinopel, will der neuen Kirche im Jänner die Eigenständigkeit endgültig zuerkennen. Poroschenko hat die Kirchenpläne als Teil seines Wahlkampfs für 2019 vorangetrieben. Die Russisch-orthodoxe Kirche sieht die Ukraine als ihr Gebiet und kämpft seit Monaten dagegen, die Gemeinden dort zu verlieren.

 

(APA/DPA)

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