Liefern die USA Gülen aus? Weißes Haus dementiert angebliche Trump-Zusage

Der türkische Außenminister hatte erklärt, die USA wollen den Prediger Fethullah Gülen ausliefern. Die US-Regierung dementiert diese Darstellung.

Fethullah Gülen
Fethullah Gülen
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Noch am Sonntag machten folgende Meldungen die Runde: US-Präsident Donald Trump hat der Türkei nach Angaben der Regierung in Ankara die Auslieferung des Predigers Fethullah Gülen zugesagt. Trump habe gegenüber seinem türkischen Kollegen Recep Tayyip Erdogan bei einer Begegnung am Rande des G20-Gipfels in Argentinien erklärt, die USA arbeiteten an der Überstellung Gülens und weiterer Personen, sagte der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu am Sonntag in Doha. 

Die Darstellung der Türkei entspricht allerdings nicht jener der USA. Die US-Regierung sah sich nun dazu veranlasst, den Aussagen zu widersprechen: US-Präsident Donald Trump erwägt entgegen türkischen Angaben keine Auslieferung des Predigers Fethullah Gülen. Trump habe sich bei einem Treffen mit dem türkischen Präsidenten nicht auf eine Überstellung festgelegt, sagte ein Vertreter der US-Regierung.

Erdogan macht Gülen für den Militärputsch gegen ihn im Jahre 2016 verantwortlich und will den Prediger zur Rechenschaft ziehen. Dieser hat jede Beteiligung an dem Putschversuch zurückgewiesen. Gülen lebt seit fast zwei Jahrzehnten im US-Exil.

Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu hatte am Sonntag gesagt, Trump habe gegenüber Erdogan erklärt, die USA arbeiteten an der Auslieferung Gülens und weiterer Personen.

 

(APA/Reuters)

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