Kongo: Unterlegener Kandidat kündigt Einspruch gegen Wahlergebnis an

Klage gegen das angeblich gefälschte Wahlergebnis soll am Samstag von der Opposition eingereicht werden.

Martin Fayulu will das Wahlergebnis anfechten
Martin Fayulu will das Wahlergebnis anfechten
Martin Fayulu will das Wahlergebnis anfechten – APA/AFP/JOHN WESSELS

Einen Tag nach Bekanntgabe der Ergebnisse der Präsidentenwahl im Kongo hat der unterlegene Oppositionskandidat Martin Fayulu rechtliche Schritte angekündigt. Unter Berufung auf eigene Wahlbeobachter erklärte das Oppositionsbündnis "Lamuka" am Freitag, Fayulu habe die Wahl mit gut 60 Prozent der Stimmen gewonnen.

Der von der Wahlkommission zum Sieger erklärte Felix Tshisekedi sei nur auf knapp 19 Prozent gekommen. Man werde am Samstag Klage gegen das gefälschte Wahlergebnis einreichen, erklärte ein Sprecher des Bündnisses.

Lamuka forderte die Wahlkommission auch auf, die Ergebnisse jedes einzelnen Wahllokals zu veröffentlichen, um die Authentizität des Gesamtergebnisses überprüfen zu können. Die Opposition und die katholische Kirche hatten Beobachter in den meisten Wahllokalen. Auch die Bischofskonferenz hatte am Donnerstag erklärt, das offizielle Ergebnis decke sich nicht mit den Ergebnissen, die von ihren 40.000 Wahlbeobachtern vor Ort festgehalten worden seien.

Das vorläufige Endergebnis muss am Dienstag vom Verfassungsgericht bestätigt werden. Der neue Präsident soll dann am 18. Jänner vereidigt werden. Der scheidende Staatschef Joseph Kabila durfte bei der Wahl nicht mehr antreten.

(dpa)

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