Ungarn holte 300 Flüchtlinge aus Venezuela

Opposition übt scharfe Kritik an „Geheimaktion“.

Budapest. Ungarns rechtskonservative Regierung ist für ihren scharfen Kurs gegenüber Flüchtlingen bekannt. Trotzdem hat Budapest im Vorjahr 300 Hilfesuchende aus Venezuela aufgenommen, wie am Donnerstag die Onlineseite Index.hu berichtete. Die Opposition reagierte empört auf diese „Geheimaktion“. Die Flüchtlinge seien sogar auf Staatskosten nach Ungarn geflogen worden.

Kanzleramtsminister Gergely Gulyás wies die Kritik mit dem Hinweis zurück, bei den Betroffenen handle es sich nicht um Migranten, da sie über ungarische Vorfahren verfügten. 30 Familien warteten dort noch auf ihre „Heimkehr“. Der Oppositionspolitiker Csaba Molnár sprach von einer „Lüge“. Die Flüchtlinge seien nie in Ungarn gewesen, sie sprächen die Sprache nicht und würden die Kultur nicht kennen. (APA)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 22.02.2019)

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