Als Nato-Bomben auf Serbien fielen

Vor 20 Jahren begann das transatlantische Bündnis mit seinen Luftangriffen, um die Soldateska des Belgrader Autokraten Slobodan Milošević im Kosovo zu stoppen. Das Trauma wirkt in der serbischen Bevölkerung bis heute nach.

Das frühere Innenministerium in Belgrad ist 20 Jahre nach dem Bombardement noch immer eine Ruine.
Das frühere Innenministerium in Belgrad ist 20 Jahre nach dem Bombardement noch immer eine Ruine.
Das frühere Innenministerium in Belgrad ist 20 Jahre nach dem Bombardement noch immer eine Ruine. – APA/AFP/ANDREJ ISAKOVIC

Belgrad. Von seinem ums Leben gekommenen Bruder sind Miroslav Medić nur einige Fotos geblieben. Ein eigenes Grab habe Sinisa nicht, seufzt der 54-jährige Serbe, während er in seiner Wohnung im Belgrader Stadtteil Kotež vom Kriegsschrecken berichtet, der vor 20 Jahren über seine Familie kam: „Die Gerichtsmediziner konnten in den Trümmern keinerlei identifizierbare Überreste finden, die wir hätten beerdigen können.“

("Die Presse", Print-Ausgabe, 26.03.2019)

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