Was im Sudan nach dem Sturz Bashirs auf dem Spiel steht

Ohne das Militär wird die Opposition echte Reformen nicht durchsetzen können. Doch innerhalb der Streitkräfte gibt es Differenzen. Und für die autokratischen Staaten der Region wäre eine demokratischen Entwicklung eine Gefahr.

Die Menschen im Sudan demonstrieren weiter friedlich vor dem Militärhauptquartier in Khartum.
Die Menschen im Sudan demonstrieren weiter friedlich vor dem Militärhauptquartier in Khartum.
Die Menschen im Sudan demonstrieren weiter friedlich vor dem Militärhauptquartier in Khartum. – APA/AFP/EBRAHIM HAMID

Kairo/Khartoum. Im Ringen um die politische Zukunft des Sudan ist eines klar: Einen völligen Neuanfang ohne die alten Institutionen, vor allem das Militär, wird es nicht geben. Aber auch keinen nahtlosen Übergang der Macht vom gestürzten Langzeitdiktator Omar al-Bashir an seine bisherigen Freunde in Militär und Sicherheitsapparat. Hinzu kommt: Die anderen autokratischen Regime in der Region haben keinerlei Interesse daran, dass im Sudan eine Demokratie mit ziviler Führung entsteht. Das wäre eine direkte Bedrohung ihrer eigenen Macht.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.04.2019)

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