18 Tote bei zwei Angriffen in Mali

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel besuchte unterdessen in Mali stationierte deutsche Soldaten im Camp Castor.

Symbolbild: Soldat in Mali
Symbolbild: Soldat in Mali
Symbolbild: Soldat in Mali – APA/AFP/MICHELE CATTANI

Bei zwei Angriffen im westafrikanischen Mali sind 18 Menschen getötet worden. Das teilte die UN-Stabilisierungsmission Minusma am Samstag mit. Der erste Angriff nördlich von Mondoro in der zentralen Region Mopti habe sich bereits am Mittwoch zugetragen. Der zweite ereignete sich demnach am Donnerstag, als Anrainer die Toten des Angriffs vom Vortag abtransportierten.

Am selben Tag hatte die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel in Mali die dort als Teil von Minusma stationierten deutschen Soldaten im Camp Castor bei der Stadt Gao besucht. Das Camp liegt etwa 300 Kilometer nordöstlich von Mondoro.

"Alarmierende Sicherheitslage"

"Die Vereinten Nationen dringen auf die Behörden, ihre Anstrengungen zu verdoppeln, um diesen Gewaltkreislauf zwischen Gemeinden zu stoppen", sagte der Sondergesandte des UN-Generalsekretärs in Mali, Mahamat Saleh Annadif. Angesichts der "bereits alarmierenden Sicherheitslage" seien die Ereignisse "sehr besorgniserregend".

Bei einem besonders gewalttätigen Angriff auf ein anderes Dorf in Mopti waren im März mehr als 100 Menschen ums Leben gekommen.

In Mali gibt es immer wieder sporadische Angriffe bewaffneter Gruppen. Vor allem im wüstenhaften Norden von Mali sind zahlreiche islamistische Extremisten aktiv. Einige von ihnen haben al-Qaida die Treue geschworen, andere dem "Islamischen Staat" (IS).

Eine UN-Friedensmission bemüht sich seit 2013 um die Stabilisierung des westafrikanischen Staates. An dem Einsatz beteiligen sich auch rund 1.000 deutsche Bundeswehrsoldaten.

(APA/dpa)

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