Sudan: „Wir gehen nicht nach Hause, bis wir eine zivile Regierung haben“

Die Demonstranten in Khartum trauen dem Militär nicht über den Weg. Sie harren vor dem Armeehauptquartier aus, um die Revolution zu beschützen. Ein Lokalaugenschein.

Ausharren für die Revolution. Demonstranten vor dem Armeehauptquartier in Khartum.
Ausharren für die Revolution. Demonstranten vor dem Armeehauptquartier in Khartum.
Ausharren für die Revolution. Demonstranten vor dem Armeehauptquartier in Khartum. – APA/AFP/MOHAMED EL-SHAHED

Khartum. Die Stimmung ist gut vor dem Hauptquartier der sudanesischen Armee in Khartum, dort, wo sich immer noch Tag und Nacht Tausende von Demonstranten versammeln, um ihrer Forderung nach einer zivilen Regierung im Sudan mehr Nachdruck zu verleihen. „Ja, die Verhandlungen laufen gut, aber wir bleiben hier, um die Revolution zu beschützen, bis alle unsere Forderungen erfüllt sind und wir von Zivilisten regiert werden“, sagt der Staatsbeamte Faisal Shaba. Er harrt nun schon seit Wochen auf den Straßenzügen vor dem Armeehauptquartier im Zentrum der sudanesischen Hauptstadt aus. In den ersten Tagen der Proteste, die Anfang April begonnen hatten, war er dort zusammengebrochen und musste ins Spital. Eigentlich haben ihm die Ärzte nach der folgenden Herzoperation geraten, zu Hause zu bleiben. Jetzt kommt er jeden Tag nur noch wenige Stunden her, aber seine Kinder, betont er, die übernachten hier.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.05.2019)

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