Zweiter Weltkrieg

75 Jahre "D-Day"

Es war die größte amphibische Landeoperation der Militärgeschichte, die den Verlauf des Zweiten Weltkriegs verändern sollte: Heute gedenken die Staats- und Regierungschefs der Alliierten und Deutschlands des "D-Day".

"Ok, let's go." Mit dieser berühmten Aussage gab US-General Dwight D. Eisenhower in den Morgenstunden des 5. Juni 1944 grünes Licht für den Beginn der Militäroperation: Vom britischen Portsmouth und anderen englischen Häfen aus machte sich Stunden später ein Großteil der Invasionsstreitkräfte auf den Weg über den Ärmelkanal Richtung Normandie auf. Die bisher größte Landungsoperation der Militärgeschichte hatte entscheidende Bedeutung für den Verlauf des Zweiten Weltkrieges.

APA/AFP/-

Mit ihrer Invasion in der Normandie am 6. Juni 1944 eröffneten die Alliierten nach früheren Landungen auf Sizilien sowie in Süditalien im Sommer und Herbst 1943 eine weitere Front im Kampf gegen Hitlerdeutschland und dessen Verbündete. Sie bildete die wichtigste Basis für die Befreiung Westeuropas von deutscher Herrschaft. Eigentlich "Operation Overlord" genannt, sollte die Bezeichnung für ihren Beginn am (militärisch gesehen) Tag null - "D-Day" - in die Geschichte eingehen.

APA/AFP/STF

156.000 alliierte Soldaten landeten auf fünf Stränden in der Normandie, sprangen per Fallschirm ab oder landeten in Lastenseglern (mehr als 23.000 Mann kamen aus der Luft).  Sie kommen mit fast 7000 Schiffen und 11.000 Flugzeugen und treffen in den unmittelbaren Landezonen auf mindestens 50.000 Deutsche, die sich teils verbunkert an der Küste verschanzt haben. Am Abend des D-Day sind mehr als 10.000 alliierte Soldaten tot, verletzt oder gefangen. Auf deutscher Seite wird die Zahl auf 4000 bis 9000 geschätzt.

APA/AFP/-

Bereits am Mittwoch gedachten die Staats- und Regierungschefs der westlichen Alliierten und Deutschlands den Ereignissen vor 75 Jahren. An der Gedenkveranstaltung in der südenglischen Hafenstadt Portsmouth nahmen unter anderen die britische Königin Elizabeth II., Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Donald Trump teil.

(c) APA/AFP/TOLGA AKMEN (TOLGA AKMEN)

Auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, die britische Premierministerin Theresa May und Thronfolger Prinz Charles waren unter den Teilnehmern. Unter den Ehrengästen waren auch etwa 300 Veteranen.

(c) REUTERS (POOL)

Die Queen hat anders als die meisten Teilnehmer eigene Erinnerungen an den Zweiten Weltkrieg. Während dieser Zeit machte Elizabeth nämlich eine Ausbildung zur Lastwagenfahrerin und -Mechanikerin in der Armee. Einen kurzen Moment der Ausgelassenheit erlaubte sie sich, als Deutschland kapitulierte: Die Menschen tanzten auf den Straßen Londons, Elizabeth mischte sich unerkannt unter die Feiernden.

(c) imago images / i Images (via www.imago-images.de)

Ein 97-jähriger US-Veteran durchlebte den D-Day heuer zum zweiten Mal: Tom Rice sprang am Mittwoch mit dem Fallschirm über Nordfrankreich ab - wie vor 75 Jahren. Diesmal allerdings im Tandem.

(c) REUTERS (Pascal Rossignol)

Am Donnerstag wurden die Feierlichkeiten in Frankreich fortgesetzt - unter anderem auf dem US-Militärfriedhof Colleville-sur-Mer bei Bayeux in der Normandie, wo Emmanuel Macron und seine Ehefrau Brigitte US-Präsident Donald Trump und First Lady Melania begrüßten. Es solle an einige der mutigsten Menschen erinnert werden, die je gelebt hätten, schrieb Trump auf Twitter. "Wir sind unendlich dankbar!"

REUTERS/Christian Hartmann

Auf dem Friedhof in unmittelbarer Nähe des US-Landebereichs Omaha Beach versammelten sich rund 12.000 Menschen zu der Gedenkfeier. Auf diesem Strandabschnitt fanden die blutigsten Kämpfe des D-Day statt. Auch die Kirche gedachte der damals Gefallenen.

APA/AFP/FEDERICO SCOPPA
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"Ok, let's go." Mit dieser berühmten Aussage gab US-General Dwight D. Eisenhower in den Morgenstunden des 5. Juni 1944 grünes Licht für den Beginn der Militäroperation: Vom britischen Portsmouth und anderen englischen Häfen aus machte sich Stunden später ein Großteil der Invasionsstreitkräfte auf den Weg über den Ärmelkanal Richtung Normandie auf. Die bisher größte Landungsoperation der Militärgeschichte hatte entscheidende Bedeutung für den Verlauf des Zweiten Weltkrieges.

APA/AFP/-

Mit ihrer Invasion in der Normandie am 6. Juni 1944 eröffneten die Alliierten nach früheren Landungen auf Sizilien sowie in Süditalien im Sommer und Herbst 1943 eine weitere Front im Kampf gegen Hitlerdeutschland und dessen Verbündete. Sie bildete die wichtigste Basis für die Befreiung Westeuropas von deutscher Herrschaft. Eigentlich "Operation Overlord" genannt, sollte die Bezeichnung für ihren Beginn am (militärisch gesehen) Tag null - "D-Day" - in die Geschichte eingehen.

APA/AFP/STF

156.000 alliierte Soldaten landeten auf fünf Stränden in der Normandie, sprangen per Fallschirm ab oder landeten in Lastenseglern (mehr als 23.000 Mann kamen aus der Luft).  Sie kommen mit fast 7000 Schiffen und 11.000 Flugzeugen und treffen in den unmittelbaren Landezonen auf mindestens 50.000 Deutsche, die sich teils verbunkert an der Küste verschanzt haben. Am Abend des D-Day sind mehr als 10.000 alliierte Soldaten tot, verletzt oder gefangen. Auf deutscher Seite wird die Zahl auf 4000 bis 9000 geschätzt.

APA/AFP/-

Bereits am Mittwoch gedachten die Staats- und Regierungschefs der westlichen Alliierten und Deutschlands den Ereignissen vor 75 Jahren. An der Gedenkveranstaltung in der südenglischen Hafenstadt Portsmouth nahmen unter anderen die britische Königin Elizabeth II., Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Donald Trump teil.

(c) APA/AFP/TOLGA AKMEN (TOLGA AKMEN)

Auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, die britische Premierministerin Theresa May und Thronfolger Prinz Charles waren unter den Teilnehmern. Unter den Ehrengästen waren auch etwa 300 Veteranen.

(c) REUTERS (POOL)

Die Queen hat anders als die meisten Teilnehmer eigene Erinnerungen an den Zweiten Weltkrieg. Während dieser Zeit machte Elizabeth nämlich eine Ausbildung zur Lastwagenfahrerin und -Mechanikerin in der Armee. Einen kurzen Moment der Ausgelassenheit erlaubte sie sich, als Deutschland kapitulierte: Die Menschen tanzten auf den Straßen Londons, Elizabeth mischte sich unerkannt unter die Feiernden.

(c) imago images / i Images (via www.imago-images.de)

Ein 97-jähriger US-Veteran durchlebte den D-Day heuer zum zweiten Mal: Tom Rice sprang am Mittwoch mit dem Fallschirm über Nordfrankreich ab - wie vor 75 Jahren. Diesmal allerdings im Tandem.

(c) REUTERS (Pascal Rossignol)

Am Donnerstag wurden die Feierlichkeiten in Frankreich fortgesetzt - unter anderem auf dem US-Militärfriedhof Colleville-sur-Mer bei Bayeux in der Normandie, wo Emmanuel Macron und seine Ehefrau Brigitte US-Präsident Donald Trump und First Lady Melania begrüßten. Es solle an einige der mutigsten Menschen erinnert werden, die je gelebt hätten, schrieb Trump auf Twitter. "Wir sind unendlich dankbar!"

REUTERS/Christian Hartmann

Auf dem Friedhof in unmittelbarer Nähe des US-Landebereichs Omaha Beach versammelten sich rund 12.000 Menschen zu der Gedenkfeier. Auf diesem Strandabschnitt fanden die blutigsten Kämpfe des D-Day statt. Auch die Kirche gedachte der damals Gefallenen.

APA/AFP/FEDERICO SCOPPA