Aufstand gegen Oligarchen am Rande der EU

Die politische Krise in der Republik Moldau hat viel mit Europas eigenen Problemen zu tun. Ein Land wehrt sich gegen gierige Machthaber und Korruption – über ideologische Gräben hinweg.

Spannung im Zentrum von Chişin?u (im Bild: Triumphbogen und Regierungssitz): Kann die Verfassungskrise friedlich gelöst werden?
Spannung im Zentrum von Chişin?u (im Bild: Triumphbogen und Regierungssitz): Kann die Verfassungskrise friedlich gelöst werden?
Spannung im Zentrum von Chişin?u (im – Triumphbogen und Regierungssitz): Kann die Verfassungskrise friedlich gelöst werden? / Bild: (c) APA/AFP/DANIEL MIHAILESCU

Chișinău/Wien. Für viele mag die Republik Moldau ein No-Man's-Land an der Peripherie Europas sein. Doch was dieser Tage in der kleinen Republik zwischen Rumänien und der Ukraine passiert, hat auch Bedeutung für die europäische Öffentlichkeit. Ein antioligarchischer Aufstand unter ungewöhnlicher Flagge hat begonnen: Proeuropäische und prorussische Kräfte haben sich zusammengeschlossen, um sich einer korrupten Regierung zu entledigen. Und, auch das ist selten dieser Tage: Sowohl die EU als auch Russland haben der unwahrscheinlichen Partnerschaft ihr Vertrauen ausgesprochen. Doch die alte Elite – die Partei der Demokraten – wehrt sich mit allen verfügbaren Kräften.

Sie sind bereits Abonnent?

Klicken Sie hier, um sich einzuloggen

("Die Presse", Print-Ausgabe, 11.06.2019)

Meistgekauft
    Meistgelesen