Vergleich Chinas mit Nazi-Deutschland spaltet Australiens Regierung

Der Aufstieg Chinas sei so gefährlich wie der von Hitler-Deutschland, erklärte der konservative australische Politiker Andrew Hastie. Handelsminister Birmingham fordert eine Mäßigung der Wortwahl.

Ein umstrittener Vergleich des Aufstiegs Chinas mit dem Nazi-Deutschlands spaltet die australische Regierung. Etliche Minister stellten sich hinter den einflussreichen konservativen Abgeordneten Andrew Hastie, der gewarnt hatte, Chinas Aufstieg sei so gefährlich wie der von Hitler-Deutschland. China hatte den Vergleich sofort zurückgewiesen. Der australische Finanzminister Mathias Cormann äußerte ebenfalls Kritik, während Innenminister Peter Dutton Hastie unterstützte, der auch Vorsitzender des Geheimdienstausschusses des australischen Parlaments ist. Handelsminister Simon Birmingham forderte seine Kollegen am Wochenende in einem Interview mit ABC mit Hinweis auf die sensiblen Beziehungen zu China auf, ihre Wortwahl zu mäßigen.

Die australische Führung ringt seit Jahren damit, wie sie mit dem wachsenden Einfluss Chinas im eigenen Land und in der Pazifik-Region umgehen soll. China ist Australiens größer Wirtschaftspartner. Der chinesische Netzanbieter Huawei wurde aber von dem Ausbau des 5G-Telekommunikationsnetzes ausgeschlossen. China hat Vorwürfe über eine Einmischung in inneraustralische Politik stets zurückgewiesen.

Erst vergangene Woche hatten sich die australische und US- Regierung nach Konsultationen besorgt über den wachsenden Einfluss Chinas geäußert - gleichzeitig hatte Australien aber die Stationierung von US-Mittelstreckenraketen auf eigenem Territorium abgelehnt.

 

(APA/DPA)

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