„Xi Jinping ist gar nicht so wichtig“

Der rasante Aufstieg der Volksrepublik sei alles andere als überraschend, sagt der Sinologe Harro von Senger. Um China zu verstehen, müsse man nur der KP-Führung zuhören.

Die Verfassung sichere Xi (Bildmitte) absolute Macht zu, meint der Sinologe und Jurist Harro von Senger.
Die Verfassung sichere Xi (Bildmitte) absolute Macht zu, meint der Sinologe und Jurist Harro von Senger.
Die Verfassung sichere Xi (Bildmitte) absolute Macht zu, meint der Sinologe und Jurist Harro von Senger. – REUTERS

Wien. Ein Staat, der sich in 50 Jahren aus bitterer Armut zur zweitgrößten Volkswirtschaft mausert? Der trotz wirtschaftlicher Öffnung und zunehmendem Wohlstand keinen demokratischen Weg einschlägt? Der vor Kurzem noch als Werkbank der Welt galt, unter einer autoritären Führung zur Innovationslosigkeit scheinbar verdammt, und heuer die erste Sonde auf die Rückseite des Mondes schickte?

Immer wieder sorgt es für Verwunderung im Westen, dass die Volksrepublik den rasanten Aufstieg bewerkstelligt hat – und für Ernüchterung, dass das bevölkerungsreichste Land der Erde seinen Weg ohne Demokratisierung vollzogen hat. Dabei sei die Entwicklung alles andere als überraschend, meint der Sinologe und Jurist Harro von Senger, der während der Kulturrevolution in Peking studierte.

Sie sind bereits Abonnent?

Klicken Sie hier, um sich einzuloggen

("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.08.2019)

Meistgekauft
    Meistgelesen