Russland: Verschwiegene Katastrophen

Vergangene Woche misslang im Weißen Meer ein Raketentest. Erhöhte Radioaktivität machte die dort lebenden Menschen nervös. Nur stückweise kommt ans Licht, was geschehen war.

Der Militärstützpunkt bei Nyonoska am Weißen Meer. Von hier aus dürften die Tests des nuklearen Antriebs der neuen Superrakete 9M730 Burewestnik koordiniert werden.
Der Militärstützpunkt bei Nyonoska am Weißen Meer. Von hier aus dürften die Tests des nuklearen Antriebs der neuen Superrakete 9M730 Burewestnik koordiniert werden.
Der Militärstützpunkt bei Nyonoska am Weißen Meer. Von hier aus dürften die Tests des nuklearen Antriebs der neuen Superrakete 9M730 Burewestnik koordiniert werden. – (c) APA/AFP

Wien. Die Einwohner der Hafenstadt Sewerodwinsk am Weißen Meer in Nordrussland ahnten sogleich, dass da etwas nicht stimmt. Als Ende vergangene Woche das Gerücht in der 190.000-Einwohner-Stadt die Runde machte, dass es in der Nähe einen Unfall bei einem Raketentest gegeben habe und deshalb die Radioaktivität erhöht sei, stürmten sie die Apotheken; binnen Stunden waren die Vorräte an Jod-Präparaten ausverkauft.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.08.2019)

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