Spitzentreffen Russlands mit USA in Wien

Vizeaußenminister erörtern Terrorismusbekämpfung.

US-Vizeaußenminister John Sullivan (Archivbild).
US-Vizeaußenminister John Sullivan (Archivbild).
US-Vizeaußenminister John Sullivan (Archivbild). – (c) REUTERS (JORGE ADORNO)

Wien. Das Misstrauen des Kongresses, von Teilen der Regierung und großen Teilen der Öffentlichkeit der USA gegenüber Russland bleibt groß, dennoch wird der Dialog in wichtigen Fragen weitergepflegt. Am Montag trafen sich US-Vizeaußenminister John Sullivan und sein russischer Kollege Wladimirowitsch Syromolotow in Wien, um über gemeinsame Maßnahmen zur Terrorbekämpfung zu beraten; Syromolotow war einst Vizechef des Inlandsgeheimdienstes FSB.

Diskutiert wurden laut offiziellen Angaben der Umgang mit ausländischen Terroristen im Dienst von Extremistengruppen und wie diese in ihren Heimatländern repatriiert, rehabilitiert oder strafrechtlich verfolgt werfen können. Sullivan drängte die Russen zudem, die US-Bemühungen zu unterstützen, um Terroristen noch besser vor Angriffen auf die Zivilluftfahrt abzuhalten.

Laut russischen Angaben wurden auch die Terroraktivitäten des Islamischen Staates in Afghanistan, die Situation in der Sahelzone und die Terrorfinanzierung besprochen. Sullivan schnitt zusätzlich den Konflikt in der Ukraine und die russische Einmischung in Wahlprozesse an. Es war dies bereits das zweite Treffen der beiden Vizeaußenminister in Wien.

 

CIA zog Spion im Kreml ab

Nach US-Medienberichten hat der Geheimdienst CIA 2017 einen Topspion im Umfeld von Präsident Wladimir Putin aus Sorge vor seiner Enttarnung abgezogen. Laut Kremlsprecher Dmitrij Peskow handelt es sich bei dem Mann um Oleg Smolenkow, der in der Präsidialverwaltung gearbeitet habe; Peskow ließ offen, ob er ein US-Agent war. Laut einem CNN-Bericht erfolgte sein Abzug, weil im CIA befürchtet wurde, Präsident Trump könnte den Russen einen Hinweis auf den Spion gegeben haben. (b.b.)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 11.09.2019)

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