Afghanistan: Soldaten sollen Zivilisten getötet haben

Afghanische Demonstranten werfen US-Soldaten vor, zwei Zivilisten getötet zu haben. Hunderte Menschen protestierten und riefen anti-amerikanische Slogans. Die ISAF spricht hingegen von im Kampf erschossenen Taliban.

Afghanistan: Soldaten sollen Zivilisten getötet haben
Afghanistan: Soldaten sollen Zivilisten getötet haben
Afghanistan: Soldaten sollen Zivilisten getötet haben – (c) AP (Rodrigo Abd)

Im Osten Afghanistans haben am Mittwoch hunderte Menschen gegen die US-Streitkräfte protestiert, weil Soldaten ihren Angaben zufolge zwei Zivilisten getötet haben. Die Männer blockierten eine Straße außerhalb der Stadt Jalalabad an der Grenze zu Pakistan. Sie riefen anti-amerikanische Slogans und trugen die beiden Leichname.

Bei den Getöteten habe es sich um Vater und Sohn gehandelt und nicht um Extremisten, sagten die Demonstranten. Die NATO-geführte Schutztruppe ISAF teilte mit, eine Truppe aus afghanischen und ausländischen Soldaten habe am Vortag zwei Taliban-Kämpfer in der Nähe von Jalalabad getötet. Auf die Streitkräfte sei aus mehreren Richtungen geschossen worden.

Zahl der zivilen Opfer stieg an

Einem UN-Bericht zufolge stieg die Zahl der zivilen Todesopfer in Afghanistan im ersten Halbjahr deutlich an. Die hohe Zahl ziviler Opfer sorgt für Spannungen zwischen dem afghanischen Präsidenten Hamid Karzai und seinen Partnern aus dem Westen.

Für die Mehrheit der zivilen Todesopfer sind nach Angaben der UNO jedoch nicht die ausländischen Truppen sondern Extremisten verantwortlich.

(APA/Reuters)

Kommentar zu Artikel:

Afghanistan: Soldaten sollen Zivilisten getötet haben

Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.

Meistgelesen