Armee rückt in Urlaubsparadies Sharm el-Sheikh ein

Die Ägypten-Revolte betrifft nun nicht nur mehr die Metropolen, sondern auch die Touristenregionen am Roten Meer und auf der Sinai-Halbinsel. Die Türkei fliegt ihre Staatsbürger aus Ägypten aus.

Armee rueckt Urlaubsparadies Sharm
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Armee rueckt Urlaubsparadies Sharm
Armee rückt in Urlaubsparadies Sharm el-Sheikh ein – Symbolbild: Urlauberin in Sharm el-Sheikh (c) EPA (Karim El-Fiqi)

Die ägyptische Armee ist am Sonntag in Teile der Touristenregion Sharm el-Sheikh am Roten Meer eingerückt. Auch in Al-Arisch im Norden der Sinai-Halbinsel hätten Soldaten Stellung bezogen, berichteten Augenzeugen und Sicherheitskreise auf dem Sinai.

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OMV holt Mitarbeiter nach Österreich zurück

Auch der heimische Mineralölkonzern OMV holt derzeit seine österreichischen Mitarbeiter vorübergehend nach Österreich zurück. Derzeit beschäftigt die OMV neben sieben Mitarbeiter im Land. Sie ist seit dem Jahr 2007 in Ägypten tätig. Sie hält 100 Prozent am Obaiyed Offshore Block 11, der im Mittelmeer liegt. Die OMV Niederlassung selbst befindet sich in Kairo. "Aufgrund der derzeitigen Situation reduzieren wird den Personalstand in Ägypten", so OMV-Sprecherin Michaela Huber am Sonntag.

Türkei lässt seine Bürgerausfliegen

Sharm el-Sheikh ist bei vielen Urlaubern beliebt. Die Lage dort blieb am Wochenende weiter ruhig, während es in vielen ägyptischen Städten zu Demonstrationen gegen das Regime von Präsident Hosni Mubarak sowie Plünderungen und Gewalt kam.

Wegen der andauernden Unruhen in Ägypten will indes die Türkei ihre Staatsbürger mit zwei Sondermaschinen ausfliegen. Flugzeuge der Turkish Airlines sollten am Sonntag insgesamt 750 Menschen aus Kairo und Alexandria zurück in die Türkei bringen, berichtete die türkische Nachrichtenagentur Anadolu aus Ankara. Die Flüge würden vom türkischen Außenministerium organisiert, erklärte ein Krisenstab in Ankara.

Kairo-Flughafen: "Fürchterliches Gedränge"

Auch Arabische Staaten haben am Sonntag begonnen ihre Bürger verstärkt aus dem Land auszufliegen. Bis zum Nachmittag habe es mehr als zwölf Evakuierungsflüge vor allem nach Jordanien, Katar, Kuwait, Saudi-Arabien und in die Golf-Emirate gegeben, erklärte die Flughafenverwaltung in Kairo. Ein Augenzeuge berichtete, auf dem Airport gebe es ein "fürchterliches Gedränge". Es warteten vor allem viele US-Bürger, Türken und Italiener auf ihren Abflug.



(Ag.)

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