US-Luftwaffe bringt geheimes Mini-Shuttle ins Weltall

„X-37" soll mehrere Monate um die Erde kreisen und neue Technologien testen. Gerüchten zufolge auch für Bombenangriffe. Das genaue, von der Nasa initiierte Programm, ist freilich streng geheim.

(c) Nasa

Cape Canaveral/AG. Eine Atlas-V-Rakete hat in der Nacht auf Sonntag von der US-Luftwaffenbasis Cape Canaveral (Florida) den Prototyp eines unbemannten Miniaturraumgleiters in eine Umlaufbahn gebracht. Das vom Boeing-Konzern entwickelte Gerät namens „X-37" bzw. „OTV" (Orbital Test Vehicle) soll bis zu neun Monate um die Erde kreisen und neue Technologien testen.

Das genaue Programm ist freilich streng geheim - nicht zuletzt, weil das Projekt, das einst von der Nasa initiiert wurde, seit 2004 von der „Darpa" betrieben wird: der „Defense Advanced Research Projects Agency", einer Abteilung des Pentagons für fortschrittliche, ja futuristische Militärtechnologie.

X-37 ist nur etwa neun Meter lang und fünf Tonnen schwer, soll in Höhen bis 900 Kilometer operieren können und ist im Prinzip ein verkleinertes Space-Shuttle mit einer Nutzlast von angeblich um die 300 Kilo. Im April 2010 wurde erstmals ein solches Gerät ins All gebracht, es blieb dort 224 Tage und landete wie ein Flugzeug. Es dürfte etwa zu Aufklärungsflügen oder der Inspektion von Satelliten dienen. Gerüchten zufolge soll es sich aber auch als Waffenträger eignen, etwa um Satelliten zu zerstören oder gar Bombenangriffe aus großer Höhe durchzuführen.

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