Bahrains König: Ausland steckt hinter Unruhen

Bahrains König Hamad bin Issa al-Khalifa verkündet "das Scheitern dieses Komplotts." Proteste in seinem Land ließ er brutal niederschlagen. Der Golf-Kooperationsrat will "Irans Einmischung" nicht akzeptieren.

(c) Reuters (STR)

Manama/Reuters. Bahrains König nannte keinen Namen – aber es war naheliegend, wen er meinte: Ein ausländisches Komplott sei 20 bis 30 Jahre lang vorbereitet worden, bis das Terrain für subversive Aktionen bereit gewesen sei, kommentierte Hamad bin Issa al-Khalifa die Proteste in seinem Land, die er vergangene Woche brutal niederschlagen hatte lassen: „Ich verkünde hiermit das Scheitern dieses Komplotts.“

Deutlicher wurde der Golf-Kooperationsrat, dessen Generalsekretär sagte, eine „iranische Einmischung werde nicht akzeptiert“. Das schiitische Regime im Iran hatte besonders scharf die Entsendung von Hilfstruppen durch Saudiarabien und die Vereinigten Arabischen Emirate kritisiert, mit deren Hilfe Bahrains sunnitische Regierung die Proteste vorerst eindämmen konnte. Bahrain hat am Sonntag den Geschäftsträger des Iran ausgewiesen. Die Demonstrationen werden von der schiitischen Mehrheitsbevölkerung Bahrains getragen. Sie fühlen sich als Bürger zweiter Klasse.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 22.03.2011)

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