Serbischer Minister fordert die Aufteilung des Kosovos

Der Kosovo soll zwischen Serbien und Albanien geteilt werden, fordert der serbische Innenminister und Sozialistenchef Ivica Dačić. Er spricht sich somit für neue Grenzen Serbiens zu Albanien aus.

Serbischer Minister fordert die Aufteilung des Kosovos
Serbischer Minister fordert die Aufteilung des Kosovos
Serbischer Minister fordert die Aufteilung des Kosovos – Symbolbild: Albanische und kosovarische Flagge (c) EPA (Valdrin Xhemaj)

Der serbische Innenminister und Sozialistenchef Ivica Dačić hat sich am Mittwoch erneut für eine Teilung des Kosovo eingesetzt, dieses Mal zwischen Serbien und Albanien. "Wir haben es versucht, den Kosovo durch den Krieg zu verteidigen, es gelang uns nicht. Daher spreche ich von der Grenzziehung bevor es zu spät ist. Dies bedeutet die Grenzkorrektur zwischen den zwei benachbarten Staaten Serbien und Albanien", unterstrich Dačić gegenüber der Wochenzeitschrift "NIN".

"Einzige realistische Option"

Serbien hat nach Meinung des Innenministers den Fehler begangen, über den Kosovo nicht mit Albanien Gespräche geführt zu haben. Auch sei die Festlegung der Grenze zwischen Serbien und Albanien die "einzige realistische Option". Der Innenminister zeigte sich überzeugt, dass sich der Kosovo Albanien anschließen werde, wie sich die Bosnisch Serbische Republik Serbien anschließen würde, berichtete die Tageszeitung "Blic".

Dacic hatte bereits kürzlich für Aufsehen mit seiner Idee über die Teilung des Kosovo zwischen Belgrad und Prishtina gesorgt. Damals ging es vor allem um den Norden des Kosovo, wo die serbische Volksgruppe lebt. Aus dem Kreis seiner Regierungskollegen wurde die Idee auffallend nicht kommentiert. Unter den kosovarischen Parlamentsparteien befürwortet nur die nationalistische Organisation "Vetevendosje" (Selbstbestimmung) eine Vereinigung des Kosovos mit Albanien.

(Ag.)

Kommentar zu Artikel:

Serbischer Minister fordert die Aufteilung des Kosovos

Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.

Meistgelesen