Mazedonien: Regierungspartei triumphiert bei Wahlen

Die regierende VMRO-DPMNE von Premier Gruevski feiert ihren dritten Wahlsieg. Die Opposition erhöhte aber die Zahl ihrer Mandate deutlich.

Keine Veränderung in Mazedonien nach vorgezogenen Wahlen
Keine Veränderung in Mazedonien nach vorgezogenen Wahlen
(c) EPA (Georgi Licovski)

Die vorgezogene Parlamentswahl in Mazedonien wird nicht zu einem Machtwechsel führen. Die national-konservative VMRO-DPMNE ("Innere Mazedonische Revolutionäre Organisation - Demokratische Partei für die Nationale Einheit") und ihr Vorsitzender Nikola Gruevski feierten in der Nacht auf Montag schon zum dritten Mal hintereinander einen Wahlsieg.

Gruevskis Partei hat sich 39 Prozent der Stimmen gesichert. Der Sozialdemokratische Bund (SDSM) des früheren Präsidenten Branko Crvenkovski landete mit 32,78 Prozent der Stimmen abgeschlagen auf Platz zwei.

Im albanischen Parteienlager ist nach Angaben der Wahlkommission die bisher mitregierende Demokratische Integrationsunion  (DUI) von Ali Ahmeti mit 10,24 Prozent der Stimmen in klarer Führung. Die oppositionelle Demokratische Partei der Albaner (DPA) von Menduh Thaci kam auf 5,89 Prozent. Zwei weitere Parteien der albanischen Volksgruppe - die Neue Demokratische Wiedergeburt (RDK) von Rufi Osmani mit 2,67 Prozent (29.981 Stimmen) und die Partei der Neuen Demokratie (Demokratija e Re) mit 1,76 Prozent (19.732 Stimmen) - haben gut abgeschnitten.

Die Wahlbeteiligung belief sich auf 63,36 Prozent und lag damit um knapp fünf Prozent höher als bei der letzten Parlamentswahl im Jahr 2008. Die staatliche Wahlkommission machte zunächst noch keine Angaben über die Sitzverteilung im neuen Parlament. Mit 123 Sitzen hat es drei mehr als bisher. Drei Mandate fallen nämlich der Diaspora zu.

(APA)

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