Europas Geheimdienste jagen Jihadisten mittels "Liveticker"

Europas Geheimdienste haben eine Echtzeit-Plattform zum Austausch von Informationen gestartet. Auch Österreichs Verfassungsschutz stellt einen Mitarbeiter. Die EU ist dabei aber nur Zuschauer.

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Archivbild – imago/IPON

Wien/Den Haag. Die Kritik, Europas Geheimdienste würden wegen nationaler Eitelkeiten zu wenig Informationen über islamistisch motivierte Terrorverdächtige teilen, trägt offenbar Früchte. Der „Presse“ liegt ein nicht öffentliches Papier des Anti-Terror-Koordinators der EU, Gilles de Kerchove, vor, das die Existenz eines im vergangenen Sommer und in aller Stille geschaffenen Lagezentrums zum Austausch von Informationen bestätigt. Die Ironie dieses 50 Seiten starken ratsinternen Dokuments: Der Verfasser ist selbst nur Zuschauer.

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