2016 beantragten 1,2 Millionen Menschen in der EU Asyl

Österreich war hinter Deutschland und Griechenland am drittstärksten vom Zuzug betroffen. Rund ein Drittel kam aus Syrien.

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Brüssel. Im vergangenen Jahr suchten laut den nun vorliegenden offiziellen Zahlen des Statistischen Amts der EU (Eurostat) insgesamt 1,204 Millionen Asylwerber erstmals um Schutz an. Das waren nur geringfügig weniger als im Jahr 2015, als die aktuelle Flüchtlingskrise ihren Höhepunkt erlebt hatte. Damals waren es 1,257 Millionen. Ein knappes Drittel der Asylwerber kam aus Syrien. Von ihnen hat sich eine überwiegende Mehrheit von fast 80 Prozent in Deutschland registriert.

Neben Syrern kamen vor allem Afghanen und Iraker in die EU. Hauptbetroffen von den Asylanträgen waren im vergangenen Jahr Deutschland, Griechenland und Österreich. Gering war der Andrang in einigen osteuropäischen Ländern, Spanien und Portugal. Wobei in Relation zur Einwohnerzahl Deutschland fast doppelt so viele Asylanträge verzeichnete wie Österreich (siehe Grafik). In der Slowakei war das Verhältnis der Asylwerber zur Gesamtbevölkerung EU-weit am geringsten. Auf eine Million Einwohner kamen lediglich 18 Asylwerber. (wb)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.03.2017)

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