Tausende gerettete Migranten treffen auf Sizilien ein

Italien rechnet 2017 mit neuem Rekordhoch bei Ankünften. Seit Samstag wurden rund 8500 Migranten im Mittelmeer gerettet, aber auch 13 Leichen geborgen.

Migranten aus Libyen in einem Flüchtlingsboot.
Migranten aus Libyen in einem Flüchtlingsboot.
Migranten aus Libyen in einem Flüchtlingsboot. – REUTERS

Rund 8.500 Migranten sind am seit Samstag im Mittelmeer in Sicherheit gebracht worden. 13 Leichen wurden geborgen. Im Hafen der sizilianischen Stadt Messina trafen am Montagnachmittag über 1.200 Migranten ein, teilte das italienische Innenministerium mit.

In Catania landete am Montag ein Schiff mit 1.181 Migranten. 451 Migranten erreichten an Bord eines Schiffes der italienischen Marine den Hafen der sizilianischen Stadt Porto Empedocle.

Unterdessen nehmen die Kosten für die Flüchtlingsversorgung weiter zu. Die italienische Regierung rechnet 2017 mit Ausgaben für die Flüchtlingsversorgung in Höhe von 4,6 Milliarden Euro. Das sind eine Milliarde Euro mehr als 2016, teilte die Regierung mit.

Boot von Sea-Eye treibt im Mittelmeer

Ein Boot der Organisation Sea-Eye hat vor der libyschen Küste rund 210 Flüchtlinge an Bord genommen und treibt auf halbem Weg zwischen Libyen und Italien manövrierunfähig im Mittelmeer. Das Schiff "Sea-Eye" werde inzwischen von einem italienischen Seenotrettungskreuzer begleitet, sagte Sea-Eye-Chef Michael Buschheuer am Sonntag von Regensburg aus telefonisch der Nachrichtenagentur AFP. Die Flüchtlinge seien am Samstagmorgen von dem Schiff aufgenommen worden, das eigentlich nur für acht Personen ausgelegt sei. "Ein paar haben es nicht geschafft", sagte Buschheuer. Bei der Rettungsaktion seien in der Nähe des Schiffes "vermutlich acht bis zehn Menschen ertrunken".

Die Flüchtlinge könnten wegen des hohen Wellengangs nicht von der "Sea-Eye" auf den italienischen Kreuzer hinüberwechseln, sagte Buschheuer. Sie seien an Deck der "Sea-Eye" den Auswirkungen des hohen Wellengangs ausgesetzt, es gebe "keinen Bewegungsspielraum" und die Organisation könne "nicht für die Sicherheit garantieren". Das italienische Schiff versuche, der "Sea-Eye" "Wind- und Wellenschutz" zu geben.

 

(APA)

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