EU-Kommission verlängert Grenzkontrollen: "Letztes Mal"

Die Grenzkontrollen im Schengen-Raum werden um weitere sechs Monate verlängert. Innenminister Sobotka hatte die Verlängerung der Grenzkontrollen auf unbestimmte Zeit gefordert.

AUT 2017 04 27 THEMENBILD DIE GRENZKONTROLLEN WEGEN DER FLUECHTLINGSKRISE WERDEN VERLAENGERT H
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AUT 2017 04 27 THEMENBILD DIE GRENZKONTROLLEN WEGEN DER FLUECHTLINGSKRISE WERDEN VERLAENGERT H
(c) imago/Roland M�hlanger (Bildagentur Mühlanger / Roland)

EU-Innenkommissar Dimitris Avramopoulos hat am Dienstag eine Verlängerung der Grenzkontrollen im Schengen-Raum um weitere sechs Monate angekündigt. Gleichzeitig unterstrich er, dass dies das "letzte Mal" sein werde. Es sei Zeit, zu einem normal funktionierenden Schengen-Raum zurückzukehren.

Zuletzt hatte Österreichs Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) verlangt, die im Mai auslaufenden Grenzkontrollen auf unbestimmte Zeit zu verlängern. Avramopoulos sagte, es sei notwendig, die polizeilichen Befugnisse zu stärken. Außer Österreich müssten auch Deutschland, Dänemark, Schweden und Norwegen ihre Kontrollen an den üblicherweise offenen Grenzen zu anderen Schengenstaaten aufgeben.

"Normal funktionierender Schengen-Raum" mit "zielgerichteten Kontrollen"

"Es ist jetzt der Moment gekommen, um die letzten konkreten Schritte zu unternehmen, doch langsam und sicher zu einem normal funktionierenden Schengen-Raum zurückzukehren", sagte der Kommissar. Wesentlich sei, "zielgerichtete Kontrollen" vorzunehmen. Wobei Avramopoulos bezüglich Slowenien und Kroatien Besuche in diesen Ländern ankündigte und auch ergänzende Maßnahmen in den Raum stellte. Jedenfalls sei die von einigen Staaten beantragte Grenzkontrollverlängerung "berechtigt" gewesen.

Eine weitere Verlängerung über 2017 hinaus sei rechtlich unmöglich. Die Staaten müssten alle Schritte einleiten, die Grenzkontrollen zu ersetzen durch effiziente verhältnismäßige polizeiliche Kontrollen innerhalb ihres Gebietes.

(APA)

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