Estland übernimmt EU-Ratvorsitz und predigt Digitalisierung

"IT-Lösungen ermöglichen es Estland, jeden Monat einen Papierberg einzusparen, der so hoch ist wie der Eiffelturm", sagte Regierungschef Jüri Ratas zum Auftakt der EU-Ratspräsidentschaft.

Estlands Regierungschef Jüri Ratas
Estlands Regierungschef Jüri Ratas
Estlands Regierungschef Jüri Ratas – AFP (JULIEN WARNAND)

Estland hat am Samstag zum ersten Mal den alle sechs Monate wechselnden EU-Ratsvorsitz übernommen. Der Baltenstaat will den Schwerpunkt seiner Präsidentschaft auf die Förderung digitaler Technologien setzen. Das 1,3 Millionen Einwohner zählende Land gilt in dem Bereich als Pionier und Vorreiter.

Estland war 2005 weltweit das erste Land, in dem Bürger online wählen konnten. Längst gibt es dort auch eine digitale Kfz-Zulassungsstelle, digitale Krankenakten und papierlose Verwaltungen.

"IT-Lösungen ermöglichen es Estland, jeden Monat einen Papierberg einzusparen, der so hoch ist wie der Eiffelturm", sagte Regierungschef Jüri Ratas zum Auftakt der EU-Ratspräsidentschaft. Die Entwicklung eines barrierefreien digitalen Binnenmarktes könne die Wirtschaftsleistung in Europa um 400 Milliarden Euro erhöhen und Tausende neue Jobs schaffen.

Als EU-Vorsitzland wird Estland im zweiten Halbjahr 2017 eine wichtige Vermittlerrolle bei Meinungsverschiedenheiten zukommen. Der an Russland grenzende Ostseestaat, der 2004 der EU und der NATO beigetreten war, übernimmt die Funktion von Malta.

(APA/dpa)

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