Westbalkan: Im Wartesaal der EU

Erweiterung. Am Donnerstag sprechen Europas Staats- und Regierungschefs in Sofia über die Perspektiven auf dem Balkan. Kein EU-Anwärter der Region ist derzeit reif für die Mitgliedschaft.

(c) REUTERS (Inquam Photos)

Sofia/Belgrad. Zumindest Brüssels Berufsoptimisten üben sich vor dem Westbalkan-Gipfel in Sofia am morgigen Donnerstag in diplomatischem Süßholzraspeln. Konkrete Ergebnisse werden indes selbst auf dem Westbalkan kaum erwartet (siehe unten). Denn bereits 2003 hat die EU in Thessaloniki der Region die Aufnahme gelobt – bisher folgte dem Versprechen 2014 nur der Beitritt von Kroatien. 15 Jahre später scheinen die Anwärter von der EU noch immer meilenweit entfernt. Armut, Abwanderung, fehlende Rechtssicherheit und autoritäre Tendenzen prägen den EU-Wartesaal. Fortschritte werden bisher allenfalls auf geduldigem Gesetzpapier erzielt. Umgesetzt ist nur wenig. Keiner der sechs Anwärter drängt sich für einen baldigen Beitritt auf.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.05.2018)

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