Tusk über Trump: "Mit solchen Freunden, wer braucht da noch Feinde?"

Der EU-Ratspräsident macht klar, dass sein Vertrauen zu US-Präsident Trump nicht besonders ausgeprägt ist.

Donald Tusk trifft beim informellen Dinner der EU-Staats- und Regierungschefs in Sofia ein.
Donald Tusk trifft beim informellen Dinner der EU-Staats- und Regierungschefs in Sofia ein.
Donald Tusk trifft beim informellen Dinner der EU-Staats- und Regierungschefs in Sofia ein. – REUTERS

EU-Ratspräsident Donald Tusk hat die US-Regierung scharf kritisiert. "Wenn man sich die jüngsten Entscheidungen von Präsident Trump ansieht, könnte man denken: "Mit solchen Freunden, wer braucht da noch Feinde?", sagte Tusk am Mittwoch vor dem informellen Treffen der EU-Staats- und Regierungschefs in Sofia.

Europa müsse sich zwar weiter um eine enge transatlantische Partnerschaft bemühen. "Aber gleichzeitig müssen wir uns auf jene Szenarien vorbereiten, wo wir auf uns selbst gestellt handeln müssen", fügte Tusk hinzu. Europa habe das Potenzial. "Was wir brauchen, ist mehr politische Einheit und Entschlossenheit."

Weniger drastisch in der Wortwahl, aber dennoch deutlich kam auch Kritik vom österreichischen Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP). Die EU müsse sich entschieden und vereint gegen die Politik von Donald Trump stellen.

US-Präsident Donald Trump hatte vor einer Woche das Atomabkommen mit dem Iran einseitig aufgekündigt. Zuvor hatte er sein Land bereits aus dem Pariser Klimaabkommen zurückgezogen, Strafzölle gegen die europäischen Partner angekündigt und einseitig beschlossen, die US-Botschaft in Israel von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen. In allen Punkten sind die EU-Staaten gegensätzlicher Meinung.

(APA/dpa)

Die Presse - Testabo

Testen Sie jetzt „Die Presse“ und „Die Presse am Sonntag“ sowie das „Presse“-ePaper und sämtliche digitale premium‑Inhalte 3 Wochen kostenlos und unverbindlich.

Jetzt 3 Wochen testen
Meistgekauft
    Meistgelesen
      Kommentar zu Artikel:

      Tusk über Trump: "Mit solchen Freunden, wer braucht da noch Feinde?"

      Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
      Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.