Nächster Neos-Abgang: EU-Abgeordnete Mlinar zieht sich zurück

Angelika Mlinar erklärt, dass sie nicht mehr als Spitzenkandidatin für die EU-Wahl 2019 antreten wird. Sie beklagt die mangelnde Unterstützung durch die Partei.

Angelika Mlinar zieht sich zurück.
Angelika Mlinar zieht sich zurück.
Angelika Mlinar zieht sich zurück. – (c) APA (Georg Hochmuth)

Nach Parteichef Matthias Strolz zieht sich eine weitere Spitzenpolitikerin der Neos zurück. Die EU-Abgeordnete Angelika Mlinar erklärte am Freitag ihren Parteifreunden per E-Mail, dass sie nicht mehr als Spitzenkandidatin für die EU-Wahl 2019 kandidiert und auch nicht mehr als stellvertretende Parteichefin zur Verfügung steht. Im "Standard" beklagte sie mangelnde Unterstützung durch die Partei.

Mllinar begründete ihren Rückzug damit, dass sie "innerhalb der eigenen Bewegung nicht ausreichend Unterstützung habe, um eine Kandidatur zur EU-Wahl so zu gestalten, wie ich mir das wünsche". Es habe "unterschiedliche Vorstellungen" gegeben, meinte Mlinar. "Ich bin wahrscheinlich zu unbequem, zu unabhängig, zu unkontrolliert. Diese Eigenständigkeit kommt nicht immer gut an. Da haben die Neos andere Vorstellungen."

Schon bei den Wahlen zum Parteivorstand im Jänner sei sie erst im dritten Anlauf mit nur 55,5 Prozent zur Stellvertreterin von Strolz gewählt worden. "Ja, das war knapp. Und nicht schön. Da ist schon stark gegen mich mobilisiert worden."

Präsidentin der Parteiakademie, des Neos Lab, bleibt Mlinar zumindest vorerst aber noch. Dort werde sie inhaltlich arbeiten.

Gegenüber der Austria Presseagentur sagte Mlinar, sie habe "den Eindruck, ich bin als politische Person umstritten, als Stellvertretende Parteivorsitzende" der Neos. "Es hängt an meiner Person". Jedenfalls falle ihr der Schritt nicht leicht. Ingesamt gehe es um eine "Beruhigung" der Situation nach dem Rücktritt von Neos-Chef Matthias Strolz. Angesprochen auf ihre Zukunftspläne sagte Mlinar, es gebe nichts konkretes.

Die 47-jährige Kärntner Slowenin führte das Liberale Forum (LIF) - dessen letzte Parteichefin sie war - in die Fusion mit den Neos. Bei der Wahl 2013 zog sie in den Nationalrat ein. Bei der EU-Wahl 2014 holte sie als Spitzenkandidatin 8,14 Prozent für die Neos und ist seither die einzige pinke Vertreterin im EU-Parlament.

(APA)

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