Wer geht mit Kern nach Brüssel?

Ob Kerns Plan aufgeht, die SPÖ als „die“ Europa-Partei zu etablieren, hängt vor allem von seinem Team ab, das nun neu aufgestellt wird. Die bisherige SPÖ-Delegationsleiterin Evelyn Regner wird als Kern-Nachfolgerin gehandelt.

SPÖ-Chef Christian Kern am Mittwoch beim Gipfel der Sozialistischen Partei Europas in Salzburg.
SPÖ-Chef Christian Kern am Mittwoch beim Gipfel der Sozialistischen Partei Europas in Salzburg.
SPÖ-Chef Christian Kern am Mittwoch beim Gipfel der Sozialistischen Partei Europas in Salzburg. – APA/GEORG HOCHMUTH

Wien. Ein Mann ist noch kein Team. Das wird Christian Kern in Brüssel aber brauchen, wenn sein Plan aufgehen soll. Der Noch-SPÖ-Parteichef hat angekündigt, die SPÖ als „die“ Pro-EU-Partei etablieren und der EU zu einem positiven Imagewandel in Österreich verhelfen zu wollen.
Ein hartes Stück Arbeit: Denn die EU ist kompliziert und weit weg – somit in der täglichen politischen Diskussion wenig verankert. Und wenn, dann als Sündenbock. Das Interesse an der Arbeit der EU-Politiker ist ebenso gering. Das zeigen Umfragen der Gesellschaft für Europapolitik.

Es wird also vor allem an den einzelnen Abgeordneten hängen, ob sie es schaffen, sich eine Bühne zu erkämpfen, aufzufallen. So wie es aussieht, wird sich mit Kern auch fast das gesamte SPÖ-Team in Brüssel ändern.
Der Kärntner Ex-ORF-Moderator Eugen Freund wird sich mit 67 Jahren in die Pension verabschieden. Ebenso der Oberösterreicher Joe Weidenholzer (68). Die aus Niederösterreich stammende Karin Kadenbach soll vor einer Ablöse stehen, ebenso wie die Tiroler Abgeordnete Karoline Graswander-Hainz. Sie folgte auf Jörg Leichtfried, als dieser 2015 nach Österreich zurückbeordert wurde. Beide Frauen haben nicht besonders viel Rückhalt in ihren Landesparteien.

Die Wunschkandidatin

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