Timmermans: „Zeigen, dass die EU kein Gefängnis ist“

Frans Timmermans, der erste Kommissionsvizepräsident, spricht im Interview über den Brexit, neue Nationalismen – und kritisiert den österreichischen Fokus auf den Grenzschutz.

Kommissionsvize Frans Timmermans: „Niemand hat geglaubt, dass Artikel 50 einmal genutzt wird.“
Kommissionsvize Frans Timmermans: „Niemand hat geglaubt, dass Artikel 50 einmal genutzt wird.“
Kommissionsvize Frans Timmermans: „Niemand hat geglaubt, dass Artikel 50 einmal genutzt wird.“ – (c) Clemens Fabry

Die Presse: Die EU-Kommission bereitet sich ja nach wie vor auf einen ungeordneten Austritt Großbritanniens ohne Abkommen vor. Haben Sie also tatsächlich so wenig Vertrauen in die britische Innenpolitik?

Frans Timmermans:
Das hat damit zu tun, dass wir auf alles vorbereitet sein müssen. Das verlangen die Bürger von uns, das verlangen die Mitgliedstaaten. Die Kommission musste das tun.

Im EU-Vertrag ist zwar der Austritt verankert. Das Beispiel Brexit zeigt aber, dass ein solcher ohne wirtschaftliche und politische Friktionen nicht funktioniert. War das nur eine theoretische Möglichkeit?

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.11.2018)

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