Britische Regierung kündigt Vertrag mit "Reederei ohne Schiffe"

Die Fährgesellschaft sollte im Falle eines "harten" Brexit eine Schiffsverbindung zwischen dem englischen Ramsgate und dem belgischen Ostende anbieten.

Der Hafen von Ramsgate
Der Hafen von Ramsgate
Der Hafen von Ramsgate – imago/Landmark Media

Die britische Regierung hat den viel kritisierten Vertrag mit einer Reederei für den Fall eines Brexits ohne Abkommen gekündigt. Die neu gegründete Fährgesellschaft Seaborne sollte eine Schiffsverbindung zwischen dem englischen Ramsgate und dem belgischen Ostende anbieten, wenn die Strecke Dover-Calais wegen Grenzkontrollen überlastet sein sollte. Das Unternehmen hatte aber noch gar keine Schiffe.

Für den 13,8 Millionen Pfund (15,77 Mio. Euro) schweren Vertrag hatte die Regierung viel Kritik einstecken müssen. Es sei klar geworden, dass Seaborne seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommen könne, teilte das Verkehrsministerium jetzt am Samstag mit. Grund für die Neubewertung sei, dass eine irische Reederei ihre Unterstützung für Seaborne unerwartet zurückgezogen habe. "Die Regierung ist bereits in fortgeschrittenen Gesprächen mit einer Reihe von Unternehmen, um zusätzliche Kapazitäten für Schiffsfracht im Falle eines Brexits ohne Abkommen zu sichern - auch am Hafen in Ramsgate", hieß es in der Mitteilung der Regierung.

(APA/dpa)

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