Italiens geschicktester Seiltänzer

Wie Wirtschaftsminister Giovanni Tria die Glaubwürdigkeit des Euro-Krisenlandes zu bewahren versucht – und zugleich in Rom die euroskeptischen Regierungsparteien bei Laune hält.

Eine Gratwanderung: Italiens Wirtschaftsminister Giovanni Tria will ein EU-Defizitverfahren verhindern.
Eine Gratwanderung: Italiens Wirtschaftsminister Giovanni Tria will ein EU-Defizitverfahren verhindern.
Eine Gratwanderung: Italiens Wirtschaftsminister Giovanni Tria will ein EU-Defizitverfahren verhindern. – (c) REUTERS (Alessandro Bianchi)

Rom/Wien. Um seinen Job beneiden ihn nicht viele: Italiens Wirtschaftsminister Giovanni Tria sitzt zwischen allen Stühlen. In Brüssel versucht der 70-Jährige derzeit, das EU-Defizitverfahren gegen sein Land abzuwenden: Mit ausgeklügelten Rechenspielen rechtfertigt er die Ausgabenpläne seiner Regierung, die sich partout nicht an EU-Sparvorgaben halten will. In Rom hingegen muss der Ökonom nicht nur die zerstrittenen Koalitionsparteien Lega und Fünf Sterne bei Laune halten, sondern auch ihren euroskeptischen Kurs mit EU-Regeln unter einen Hut bringen.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 27.06.2019)

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