Schwarzer EU-Abgeordneter soll gebeten worden sein, das Parlament zu verlassen

Er ist schwarz, trägt T-Shirt und Baseballkappe. Magid Magid, ein neuer britischer EU-Abgeordneter der Grünen ist „sichtbar anders“.

Archivbild von Magid Magid, der seit kurzem Abgeordneter im EU-Parlament ist und seiner gelben Kappe treu bleiben will.
Archivbild von Magid Magid, der seit kurzem Abgeordneter im EU-Parlament ist und seiner gelben Kappe treu bleiben will.
Archivbild von Magid Magid, der seit kurzem Abgeordneter im EU-Parlament ist und seiner gelben Kappe treu bleiben will. – APA/AFP/Tolga Akmen/TOLGA AKMEN

Magid Magid ist 30 Jahre alt und startete gerade in seinen ersten Tag im EU-Parlament. Er wurde für die Grünen in Großbritannien als Abgeordneter aus der Region Sheffield gewählt. Der Mann mit somalischen Wurzeln ist nicht nur wegen seiner Hautfarbe „sichtbar anders“, wie er es ausdrückt. Er trägt an seinem ersten Tag ein schwarzes T-Shirt mit der Aufschrift „F**K FASCISM“ und wie üblich seine gelbe Baseballkappe - verkehrt herum. Im Gebäude des EU-Parlaments in Straßburg dürfte er von einer offiziell wirkenden Person gebeten worden sein, den Bereich zu verlassen, was Magid zu folgendem Posting auf Instagram erregte: „Ich weiß ich bin sichtbar anders. Ich habe nicht das Privileg, meine Identität zu verbergen. Ich bin SCHWARZ & mein Name ist Magid. Ich habe nicht vor zu versuchen, mich anzupassen. Gewöhnt euch daran!

Magid erklärte in der britischen Zeitung „The Guardian“, er wisse nicht, wer ihn gebeten habe, das Gebäude zu verlassen. Er glaubte jedoch, es mit einem Offiziellen zu tun zu haben. Er sei selbstverständlich geblieben. „Aber überhaupt in diese Situation zu kommen, sagt viel darüber aus, was Leute darüber denken, wie ein stereotyper Politiker auszusehen hat“, sagte Magid. Er ergänzt: „Abgeordnete spiegeln nicht die Leute wider, die sie repräsentieren, europaweit“, er werde aber hervorstechen.

Ein Sprecher des Europäischen Parlaments sagte, man untersuche die angeblichen Vorkommnisse. „Wir können mit Sicherheit sagen, dass kein Mitglied des Parlamentspersonals daran beteiligt war“.

>> Der Artikel im „Guardian"

(Red.)

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