Brexit-Nothilfe für Irland

Je näher ein chaotischer EU-Austritt der Briten am 31. Oktober rückt, umso konkreter wird Brüssels Notplan für die Iren. Zahlen nennt man nicht, doch es wird teuer.

(c) REUTERS (Clodagh Kilcoyne)

Brüssel. In keinem anderen Mitgliedstaat der Union blicken die Bürger derart sorgenvoll auf die Aussicht, dass das Vereinigte Königreich schon in drei Monaten ungeregelt aus der EU verschwinden könnte, wie in Irland. Sollte Boris Johnson wie erwartet britischer Premierminister werden, würde die Wahrscheinlichkeit eines solchen Hard Brexit stark steigen. Denn Johnson wird nicht müde zu verkünden, er würde für den Fall, dass die Europäer zu keinen Neuverhandlungen bereit sind, einfach Ende Oktober ohne Austrittsabkommen die Tür hinter viereinhalb Jahrzehnten britischer Mitgliedschaft im europäischen Einigungswerk zuknallen.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 23.07.2019)

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