Flugdatenerhebung in der Grauzone

Bei der Erfassung der Daten von Fluggästen zwecks Bekämpfung von Verbrechen und Terror hakt es gewaltig.

Seit 2016 müssen Fluggesellschaften EU-weit Daten ihrer Passagiere an die Sicherheitsbehörden weitergeben.
Seit 2016 müssen Fluggesellschaften EU-weit Daten ihrer Passagiere an die Sicherheitsbehörden weitergeben.
Seit 2016 müssen Fluggesellschaften EU-weit Daten ihrer Passagiere an die Sicherheitsbehörden weitergeben. – (c) REUTERS (Peter Nicholls)

Brüssel. Firmen, die im staatlichen Auftrag Kundendaten sammeln und diese geschäftlich verwerten: Mit dieser Warnung wandten sich die liberalen Europaabgeordneten Sophie in 't Veld und Moritz Körner in einer parlamentarischen Anfrage an die Europäische Kommission. Konkret geht es um das 2013 gegründete französische Unternehmen Conztanz, das einerseits für das Großherzogtum Luxemburg die gesetzlich vorgeschriebene Übermittlung von Fluggastdaten organisiert, andererseits aber auch im Auftrag von Fluggesellschaften deren Buchungsdaten in einer Weise aufbereitet, die maßgeschneiderte Dienstleistungen für jeden ihrer Passagiere ermöglicht. In 't Veld und Körner wittern den Skandal: „Passagierdaten, die nach der EU-Richtlinie gespeichert werden, werden verarbeitet und gewinnbringend verkauft!“, warnte die Niederländerin auf Twitter.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.08.2019)

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