Entscheidung über IWF-Chefposten

EU-Mitgliedstaaten stimmen heute ab.

Brüssel. Die Vertreter der EU-Mitgliedstaaten werden heute darüber entscheiden, wer Christine Lagarde an der Spitze des Internationalen Währungsfonds (IWF) nachfolgen soll, nachdem die Französin den Zuschlag für den Posten des Notenbank-Chefs der Eurozone erhalten hat. Die Entscheidung soll im Rahmen eines Votums zustande kommen, da sich die Unionsmitglieder auf keinen gemeinsamen Kandidaten einigen konnten. Seit seiner Gründung nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde der IWF stets von einem Europäer geführt – im Gegenzug haben die USA traditionellerweise in der Weltbank das Sagen.

Drei Kandidaten kommen bei dem heutigen Votum in die engere Wahl: Weltbank-Topmanagerin Kristalina Georgiewa aus Bulgarien, der ehemalige niederländische Finanzminister Jeroen Dijsselbloem sowie der Finne Olli Rehn, der momentan der Zentralbank seiner Heimat vorsteht. Die von Frankreich favorisierte Georgiewa, die am 13. August ihren 66. Geburtstag feiert, hat mit dem Handicap des Alters zu kämpfen, denn die IWF-Statuten besagen, dass der Chef des Währungsfonds zum Zeitpunkt der Nominierung jünger als 65 sein muss. Erhält sie von der EU den Zuschlag, müssten die Regeln umgeschrieben werden. (red.)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.08.2019)

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