Obergrenze oder: Wie ein 18-Jähriger Merkel ins Schwitzen brachte

Die Kanzlerin gibt sich in der "Wahlarena" ganz bürgernah. Sie umarmt das Publikum. Aber zwei Erstwähler stellen ihr unangenehme Fragen.

Wahlarena mit Bundeskanzlerin Merkel
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Wahlarena mit Bundeskanzlerin Merkel
Wahlarena mit Bundeskanzlerin Merkel – (c) APA/dpa/Daniel Reinhardt (Daniel Reinhardt)

So sieht also Deutschland aus. In der Lübecker Kulturwerft Gollan durften 150 Gäste Merkel löchern. Ein Umfrageinstitut hatte sie ausgewählt. Sie repräsentieren einen Querschnitt der deutschen Wählerschaft. Und schon die erste Frage bringt die Kanzlerin ins Schwitzen. Ein 18-Jähriger aus dem bayrischen Würzburg beichtet Merkel sein Dilemma. Er finde die Kanzlerin gut. Auch die CDU. Das Problem: Er ist aus Bayern. Da steht die CSU auf dem Stimmzettel. Die findet er nicht gut. Wegen der Flüchtlingsobergrenze etwa, die Horst Seehofer will aber Angela Merkel nicht. Also CSU wolle er jedenfalls nicht ankreuzen. "Was soll ich jetzt machen als unerfahrener Erstwähler?" Merkel rät ihm natürlich trotzdem CSU zu wählen. Der 18-Jährige hakt zweimal scharf nach. Er wolle keine Obergrenze. Und Merkel habe ja vor vier Jahren auch das CSU-Lieblingsprojekt Maut ausgeschlossen. Die kam dann auch. Irgendwann sagt die Kanzlerin: "Meine Haltung zu der Obergrenze ist ja bekannt, dass ich sie nicht will. Ich möchte sie nicht. Garantiert. Ich halte sie auch nicht für praktikabel." Das wird man in Bayern so eher nicht gern hören.

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