Iran dringt verstärkt ins Weltall vor

Drei neue Satelliten vor Start. Bemannter Flug bis 2019?

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Teheran/Wien. Die Islamische Republik Iran baut ihr Raumfahrtprogramm mit Vollgas aus. Der Vizechef der iranischen Weltraumagentur ISA, Hamid Fazeli, sagte dieser Tage, dass sein Land bis März 2014 mindestens drei selbst gebaute Satelliten mit im Inland konstruierten Raketen in Umlaufbahnen bringen wolle. Die Satelliten würden der Erdbeobachtung und Kommunikation dienen, hieß es.

Technische Anstrengungen dieser Art werden von vielen Staaten des Nahen Ostens, aber auch von den USA und Israel genau beobachtet, schon wegen des Dauerstreits um Irans Atomprogramm. 2005 brachte eine russische Rakete Irans ersten Satelliten, Sinah-1, ins All, 2009 wurde Omid als erster Satellit mit einer selbst gebauten Rakete gestartet. Seither folgten zwei weitere Erderkundungs- und Forschungssatelliten und Testflüge mit Tieren, darunter Schildkröten und Affen.

 

Raumstation mit China

Fazeli sagte, sein Land wolle in fünf bis acht Jahren auch autonom einen Menschen ins All bringen. In Regierungsbeschlüssen ist dafür von 2019 die Rede, zudem heißt es, dass der Iran am Aufbau der großen chinesischen Raumstation Tiangong teilnehmen könnte, die gegen 2020 fertig sein soll. (wg)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 28.10.2013)

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