Australiens "Hannibal Lecter" soll 14 Morde gestanden haben

Wegen eines grausamen Mordes 1983 sitzt Andy Albury bereits in Haft. Einem Polizisten soll er weitere Morde nahe eines Schlachthofes gestanden haben.

Andy Albury ist 1984 zu lebenslanger Haft verurteilt worden, weil er er im Jahr zuvor eine Frau ermordet hatte. Wegen seines Berufes als Schlachter und der besonders grausamen Zerstückelung der Leiche wurde er damals schon medial zum "Hannibal Lecter von Australien" gemacht. Nun soll er für 14 weitere Morde verantwortlich sein, berichtet ein ehamliger Polizist, dem Albury die Taten angeblich gestanden haben soll, wie die Zeitung "The Courier Mail" berichtet.

"Er hat mir 14 Morde gestanden", sagte der eheamlige Detective Les Chapman der "Sunday Mail". "Wir haben ihn nur für einen dranbekommen. Das brachte ihn lebenslänglich ins Gefängnis. Aber wir wissen, dass er mehrere getötet hat." Die Polizei im Bundesstaat Queensland hat bereits Ermittlungen aufgenommen und hofft auf einen Durchbruch in mehreren ungelösten Mordfällen in der Region. Albury soll seine Opfer zwischen 1970 und 1982 auf einem abgelegenen Stück des Flinders Highway, einer etwa 500 Meilen langen Straße in Queensland getötet haben. Die Straße führt auch an dem Schlacht-Betrieb vorbei, in dem Albury einst gearbeitet hatte.

"Ideale Bedingungen"

Schlachthof-Besitzer Stewart Christensen spricht von idealen Bedingungen in der Gegend, um Leichen verschwinden zu lassen. "Man würde nie eine Leiche oder DNA-Spuren finden". Außerdem gebe es in der Region einige Löcher, in denen man viele alte Knochen finden könnte.

Einer der ungelösten Fälle von Vermissten ist jener des 20-jährigen Autostoppers Tony Jones, der ohne jede Spur im Norden von Queensland 1982 verschwand. Die Polizei bestätigt zwar nicht, dass Albury als Hauptverdächtiger in dem Fall gilt, steht nach eigenen Angaben aber vor einem Durchbruch in dem Coldcase-Fall. Jones war das letzte Opfer, das verschwand. Nur ein Jahr später wurde Albury verhaftet.

>> Zum Artikel der "Courier Mail"

(Red.)

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