Holland: Mehrheit der Städte für legales Marihuana

Verquere Gesetzeslage: Der Konsum weicher Drogen ist erlaubt, der Verkauf toleriert, aber der Anbau illegal. Die Mehrheit der Bürgermeister will eine umfassende Legalisierung.

Symbolbild: Marihuana
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Symbolbild: Marihuana
(c) EPA (Stephanie Pilick)

Mehr als die Hälfte der Bürgermeister aus niederländischen Städten mit einem oder mehreren Coffee-Shops sind für die uneingeschränkte Legalisierung weicher Drogen, berichtete am Donnerstag die Zeitschrift "Binnenlands Bestuur" unter Berufung auf eine Umfrage.

Demnach waren von 94 teilnehmenden Bürgermeistern 54 für eine umfassende Legalisierung der Cannabis-Industrie. Sie fordern ein Ende der verqueren Situation, wonach der Verkauf von weichen Drogen in der Öffentlichkeit toleriert ist, die Lieferung aber durch die Hintertür erfolgen muss und der Anbau verboten ist.

25 Bürgermeister sprachen sich hingegen für eine Beibehaltung der aktuellen Gesetzeslage aus. Seit 1976 ist in den Niederlanden der Konsum und der Besitz von bis zu fünf Gramm Cannabis toleriert, der Anbau jedoch verboten. Insgesamt gibt es 702 Coffee-Shops in 106 Gemeinden in dem Land.

Rund 30 niederländische Bürgermeister wollen am Freitag in Almere über die aktuelle Gesetzgebung zum Verkauf von Cannabis diskutieren. Insbesondere das Problem der vielen ausländischen Touristen, die durch die Coffee-Shops ins Land gelockt werden, soll dabei besprochen werden.

(Ag.)

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