Vom Goldrausch im Sudan

Das arme, wüstenhafte nordafrikanische Land wurde still und heimlich zum drittgrößten Golderzeuger des Kontinents. Verantwortlich dafür sind vor allem mehr als eine Millionen kleiner Schürfer und Glücksritter, für die die Knochenarbeit der einzige Ausweg aus der Armut sein könnte.

Die Männer waten buchstäblich in Gold – aber auch in Quecksilber und anderen giftigen Substanzen. Sie hätten sonst keine Perspektive, sagen sie.
Die Männer waten buchstäblich in Gold – aber auch in Quecksilber und anderen giftigen Substanzen. Sie hätten sonst keine Perspektive, sagen sie.
Die Männer waten buchstäblich in Gold – aber auch in Quecksilber und anderen giftigen Substanzen. Sie hätten sonst keine Perspektive, sagen sie. – (c) APA/AFP/LIONEL HEALING

Der Metalldetektor liegt stumm auf dem Boden. Schweigend tunken Moaz und Amin Fladenbrot in Linsensuppe. Neben dem tonnenschweren Bohrhammer köchelt Tee, der gelbe Bagger steht hundert Meter weiter. Der Goldrausch hat Mittagspause, in der Einöde flimmert heiße Luft. Ringsherum karstige Berge, die das Edelmetall in sich haben. Das Zelt der Schürfer wirft kaum Schatten. In der Ebene trotzen einige Akazien der Dürre, hier und da liegt ein Tierkadaver.

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