Gott verführt nicht: Papst kritisiert Vaterunser-Übersetzung

"Lass mich nicht in Versuchung geraten", träfe es besser, sagte Papst Franziskus in einem Interview mit dem Sender TV2000.

Schließen
(c) imago/Pacific Press Agency (Giuseppe Ciccia)

Papst Franziskus hat die Übersetzung des Vaterunser in mehreren Sprachen bemängelt. Die Bitte "Und führe uns nicht in Versuchung", wie sie etwa im Deutschen und Italienischen lautet, sei "keine gute Übersetzung", sagte das katholische Kirchenoberhaupt in einem Interview, das der Sender TV2000 am Mittwochabend ausstrahlte. "Lass mich nicht in Versuchung geraten", träfe es besser, sagte Franziskus.

"Ich bin es, der fällt, aber es ist nicht er, der mich in Versuchung geraten lässt." Ein Vater mache so etwas nicht. "Ein Vater hilft, sofort wieder aufzustehen. Wer dich in Versuchung führt, ist Satan." In dem Gespräch sagte Franziskus, in Frankreich hätten die Bischöfe aus diesem Grund beschlossen, die offizielle Übersetzung des Vaterunser zu ändern. Die Bitte laute nun: "Lasst uns nicht in Versuchung geraten."

(APA/DPA)

Die Presse - Testabo

Testen Sie jetzt „Die Presse“ und „Die Presse am Sonntag“ sowie das „Presse“-ePaper und sämtliche digitale premium‑Inhalte 3 Wochen kostenlos und unverbindlich.

Jetzt 3 Wochen testen
Meistgelesen
    Meistgekauft
      Kommentar zu Artikel:

      Gott verführt nicht: Papst kritisiert Vaterunser-Übersetzung

      Schließen

      Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
      Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.