Österreichisches Weltraumforum: Willkommen auf dem Mars?

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Keine Vegetation, keine Menschen. Dafür Sand und Steine, so weit das Auge reicht - und absolute Stille. Dort, wo die Wüste beginnt, ist die sonst fruchtbare Region Dhofar im Süden des Oman unwirtlich und faszinierend zugleich. Wer sie besucht, fühlt sich ein Stück in eine andere Welt versetzt.

APA/AFP/KARIM SAHIB
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Genau deshalb haben sie die Verantwortlichen des Österreichischen Weltraumforums (ÖWF) auch als Schauplatz für ihre mittlerweile zwölfte Analogmission ausgewählt: Weil die Landschaft mit ihren extremen Lebensbedingungen in vielerlei Hinsicht dem Mars ähnelt.

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Am Donnerstag starteten fünf Analogastronauten mit ihren jeweils 45 Kilo schweren Raumanzügen - eine Eigenentwicklung des ÖWF - ihre Mission. "Das Gewicht ist körperlich eine Herausforderung, aber es fühlt sich toll an", sagt Analogastronautin Carmen Köhler. "Ein bisschen wie in einem eigenen Raumschiff: Man hat zu trinken und eine Toilette, die Außenwelt nimmt man nur über Kopfhörer wahr."

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Die promovierte Mathematikerin und Meteorologin war bereits bei der letzten Mission am Kaunertaler Gletscher in Tirol vor drei Jahren dabei - als erste weibliche Analogastronautin. Damals wurde Permafrost analysiert. Auch diesmal ist sie die einzige Frau. Die anderen vier Analogastronauten kommen aus den Niederlanden, Portugal, Spanien und Österreich und wurden, wie sie, aus über 100 Bewerbern ausgesucht. Alle haben eine mehrmonatige Ausbildung durchlaufen.

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Ziel ist, mit den Erkenntnissen aus 19 vor Ort durchgeführten Experimenten zur Vorbereitung künftiger bemannter Marsmissionen beizutragen. "Im Experiment Mimic zeichnen wir etwa auf, wie wir uns unterhalten. Anhand der Sprache wird dann das Stresslevel bestimmt", erklärt Köhler. Mimic ist einer von drei Versuchen der TU Graz.

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Weitere kommen von Forschern der Uni Klagenfurt, die eine Drohne zur Oberflächenerforschung entwickelt haben, und der Med-Uni Wien, die beobachten, wie sich die physischen und psychischen Anstrengungen auf die Analogastronauten auswirken.

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"Wir sind sehr international", sagt Köhler. So wird in einem Experiment aus Kanada die Team- und Konfliktfähigkeit der Analogastronauten untersucht, israelische Forscher interessieren sich mit dem Blick auf Arbeitsteilung und Problemlösungsfähigkeit für ähnliche Felder.

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Im Experiment "Hort Extreme" der italienischen Raumfahrtagentur wird wiederum ein mobiles aufblasbares Treibhaus getestet. "Damit züchten wir unseren eigenen Salat. Eigenständig Nahrungsmittel anzubauen ist ja für eine spätere Marspopulation sehr wichtig", sagt Köhler.

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