Der Massentourismus frisst seine Kinder

Städte wie Venedig und Barcelona haben ein Luxusproblem, aus dem Ernst wurde: zu viele Gäste. Einheimische sind zornig, Veranstalter nervös. Lösungen gibt es. Die Frage ist, ob sie nicht zu spät kommen.

Venedig hat 54.000 Einwohner – und 30 Millionen Touristen im Jahr; zwei Drittel davon Tagesgäste, die für einige Stunden einfallen. Ohne sie geht es nicht: Venedig hängt zu mindestens 80 Prozent vom Tourismus ab.
Venedig hat 54.000 Einwohner – und 30 Millionen Touristen im Jahr; zwei Drittel davon Tagesgäste, die für einige Stunden einfallen. Ohne sie geht es nicht: Venedig hängt zu mindestens 80 Prozent vom Tourismus ab.
Venedig hat 54.000 Einwohner – und 30 Millionen Touristen im Jahr; zwei Drittel davon Tagesgäste, die für einige Stunden einfallen. Ohne sie geht es nicht: Venedig hängt zu mindestens 80 Prozent vom Tourismus ab. – (c) imago/blickwinkel (K. Thomas)

Wien. Eine Familie hat für ihren Urlaub in Barcelona einen Stadtführer engagiert. Als er sie abholt, begrüßt man ihn am Hotelempfang mit den Worten: „Wir wissen, wen sie suchen. Es sind unsere einzigen Gäste.“ Die Geschichte sei nicht erfunden, sagt Barcelonas Tourismusdirektor, Joan Torrella. Das sei so passiert. Allerdings im August 1992, kurz nach den Olympischen Sommerspielen, die Barcelona als Reiseziel auf die Weltkarte setzten.

Sie sind bereits Abonnent?

Klicken Sie hier, um sich einzuloggen

("Die Presse", Print-Ausgabe, 24.03.2018)

Die Presse - Testabo

Testen Sie jetzt „Die Presse“ und „Die Presse am Sonntag“ sowie das „Presse“-ePaper und sämtliche digitale premium‑Inhalte 3 Wochen kostenlos und unverbindlich.

Jetzt 3 Wochen testen
Meistgekauft
    Meistgelesen