Rap-Konzert im Pariser "Bataclan" könnte untersagt werden

Das Konzert des französischen Rappers Medine könnte untersagt werden. Das machte Innenminister Gerard Collomb am Mittwoch in der Nationalversammlung deutlich.

APA/AFP/PHILIPPE LOPEZ

In der Pariser Konzerthalle "Bataclan", wo vor zweieinhalb Jahren 90 Menschen bei einem islamistischen Terroranschlag starben, könnte ein Konzert des französischen Rappers Medine untersagt werden. Das machte Innenminister Gerard Collomb am Mittwoch in der Nationalversammlung deutlich - dies ist das Unterhaus des französischen Parlaments.

Falls eine Störung der öffentlichen Ordnung drohe, sei ein Verbot möglich, sagte der Ressortchef. "Wir werden das bis Oktober sehen." Dann ist das Konzert geplant. Zuvor hatte der Chef der konservativen Republikaner, Laurent Wauquiez, ein Verbot gefordert.

Medine stammt aus einer Einwandererfamilie, die Texte früherer Songs sind umstritten. Der Rapper teilte via Twitter mit, er habe "15 Jahre gegen jede Art von Radikalismus in seinen Alben gekämpft".

Bei den Anschlägen vom 13. November 2015 waren in der französischen Hauptstadt zusammen 130 Menschen aus dem Leben gerissen worden. Im "Bataclan" richteten die Täter ein Blutbad an.

 

(APA/DPA)

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