Das "Monster" in der Kanalisation: Fettberg in Sidmouth entdeckt

Kondome, Windeln, Hygieneartikel: In der englischen Stadt entstand eine regelrechte Mauer aus Abfällen. Die Kanalisation ist verstopft.

Wenn der Müll in der Kanalisation landet
Wenn der Müll in der Kanalisation landet
Wenn der Müll in der Kanalisation landet – imago/ZUMA Press

Ganze 64 Meter groß ist der Fettberg, der in Sidmouth, in der britischen Grafschaft Devon, die Kanalisation blockiert. Somit ist der Fettberg um einige Meter größer als der schiefe Turm von Pisa; in einigen britischen Medien ist von einem "Monster" die Rede. Die örtlichen Behörden gehen davon aus, dass es mindestens acht Wochen dauern wird, um die Kanalisation wieder freizubekommen; zumindest sei sie nicht im Hochsommer, in der Badesaison verstopft, sagte der für Wasser und Kanalisation zuständige Beamte.

Fettberge entstehen durch den Müll, den die Bewohner in die Toiletten und Waschbecken schmeißen. So bilden sich regelrechte Mauern aus Hygieneartikeln, Windeln, nassen Tüchern, Kondomen - und gehärtetem Kochfett. Erst vor rund einem Jahr mussten Arbeiter in London mühevoll das "Monster von Whitechapel" entfernen: Dieser Rekord-Fettberg in der Kanalisation war nicht weniger als 250 Meter lang und wog mehr als 130 Tonnen. Einen Teil davon hat die Stadt im Museum of London ausgestellt.

Fettberge werden immer mehr zu einem großen Problem in Großbritannien, zumal die Bewohner eben ihre Kochabfälle wie Öl in die Kanalisation werfen.

Über das Gewicht des Fettberges in Sidmouth konnten die Behörden indessen noch keine Angaben machen: Anfang Februar werden die Arbeiten in der Kanalisation beginnen - dann erst wird das Ausmaß des Müllberges klar werden.

 

 

(red.)

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